Small Talk im Beruf

Bearbeitet von: Redaktion Erfahrungsschatz.net


Ein Angestellter trifft seinen Chef im Aufzug und kriegt außer einem verdrucksten „Guten Tag“ kein Wort heraus. Dabei bringt ein lockeres Geplauder Sympathiewerte und Akzeptanz. Wer die große Kunst des kleinen Gesprächs beherrscht, wirkt interessiert und kontaktfreudig. Das zahlt sich auch im Job aus.

Klebstoff für soziale Kontakte

Small Talk ist unentbehrlicher Klebstoff des Networkings. Eine fehlende Vernetzung am Arbeitsplatz kann gravierende Folgen haben: Der Kommunikationsmuffel bekommt  Entscheidendes einfach nicht mit. Geschickte Small Talker sind dagegen gut vernetzt, bestens informiert und können schnell reagieren. Zudem zeugt stilsicheres Geplauder von Souveränität auf dem gesellschaftlichen Parkett. Besonders bei Führungskräften wird erwartet, dass sie sich hier in den unterschiedlichsten Situationen und sogar international behaupten können. Ob bei Konferenzen, Empfängen oder Geschäftsessen –man setzt voraus, dass sie die richtigen Worte finden.

Nicht jeder ist ein wortgewandter Plauderer. In der Tat erfordert es Geschick und Feingefühl, zum richtigen Zeitpunkt mit dem passenden Thema ins Gespräch zu kommen, das Gespräch zu beleben und es mit einem positiven Eindruck abzuschließen. Oft hilft es, die Perspektive zu wechseln und sich zu fragen, welche Interessen der Gesprächspartner haben könnte.

 

Körpersprache und Lichtverhältnisse richtig einsetzen

Heute ist der Small Talk in vielen beruflichen Situationen wichtig. Allerdings geht es dabei nicht nur darum, zwischen Tür und Angel einen kleinen Schwatz abzuhalten. Vielmehr können auch die besten Redner ins Fettnäpfchen treten, denn die Körpersprache spielt eine ganz wesentliche Rolle. Zum Beispiel die Augen: Ein echtes Lachen lässt kleine Fältchen um sie herum spielen. Ohne diese scheint uns das Lachen aufgesetzt und künstlich. Ähnlich ist es mit der Pupillengröße: Große Pupillen lassen unseren Gesprächspartner sympathischer erscheinen. Wer aber gegen das Licht schauen muss, hat kleinere Pupillen. Möglicherweise muss er sogar die Augenbrauen runzeln. Er wirkt also eher angestrengt auf sein Gegenüber. Im Vorteil ist darum ganz klar, wer die Lichtquelle im Rücken hat. Und noch mehr verrät die Augenpartie: häufiger Lidschlag wirkt hektisch. Darum sollte, wer mit einer wichtigen Person in eine Small-Talk-Situation kommt, bewusst langsam und tief atmen und sich sagen, dass er den Gesprächspartner mag. Das entspannt und verlangsamt den Lidschlag.

 

Nächster Stolperstein: die Stimme. Wer mit brüchiger Stimme spricht, will vielleicht eine Lüge verbergen, eine gepresste Stimme steht für innere Anspannung. Auch hier hilft es weiter, einmal tief durchzuatmen, und sich auf die neue Situation einzustellen. Wer dann noch die Hände unter Kontrolle bekommt, hat schon viel geschafft. Denn auch wenn es noch so bequem ist, diese in der Hosentasche zu verstecken oder die Arme zu verschränken – es gibt kein gutes Bild ab. Hände in der Hosentasche wirken immer unhöflich, verschränkte Arme sehen abwehrend aus. Wer die Arme nicht überkreuzt, wirkt dagegen offen gegenüber dem Gesprächspartner.

 

Small Talk für Fortgeschrittene – lächeln und den anderen reden lassen

Klappt das alles nicht auf Anhieb, hilft nur üben. Zum Beispiel morgens an der Haltestelle, in der Bahn, im Aufzug oder am Kaffeeautomaten. Nur wer sich eine gewisse Sicherheit in harmlosen Situationen antrainiert, wird die Prüfung bestehen, wenn es drauf ankommt. Sie wissen nicht, was Sie sagen sollen? Das Wetter ist immer ein guter Anknüpfpunkt. Auch Themen wie Urlaub, Kino, Musik oder Sport sind in den meisten Situationen ein geeigneter Start ins Gespräch. Tabu sind dagegen Themen wie Sex, Politik oder Krankheiten. Und wenn Sie Fragen stellen, sind Sie fein raus, denn dann muss der andere reden. Ganz wichtig ist übrigens bei alledem eine Sache: das Lächeln. Wer freundlich auf einen Menschen zugeht, wird selten eine Abfuhr bekommen.

 

Lesetipp zum Thema

Small Talk - Reden Sie sich zum Erfolg!

Caroline Krüll
Neuauflage 2008, 127 Seiten
Deutsch Beck Juristischer Verlag
ISBN-10: 3406577997
ISBN-13: 978340657799

 

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