Wendepunkte des Lebens

Bearbeitet von: Redaktion Erfahrungsschatz

 

Gerade in der zweiten Lebenshälfte, haben viele Menschen das Bedürfnis, alles hinter sich zu lassen und noch mal etwas Neues zu beginnen. „Was mache ich mit der verbleibenden Lebenszeit?“, "Soll das schon alles gewesen sein?", "Wartet da nicht noch etwas auf mich?" Einige wagen dann tatsächlich den entscheidenden Schritt und brechen aus, beenden eine unglückliche Beziehung, verlassen ein zermürbendes Arbeitsverhältnis oder eine langweilige Umgebung. Auf und davon! 

 

Das Leben dreht durch

Geschichten von Menschen, die vermeintlich vorgegebene Lebensrouten verlassen, um ihren ganz persönlichen Lebenstraum zu verwirklichen, gibt es viele. Man erinnere sich an Prinz Edward VIII, ehemals Prince of Wales, der auf den Thron verzichtete und ins Exil ging, um die geschiedene Bürgerliche Wallis Simpson zu heiraten. Man denke an Madonna, die ihre Tanzausbildung abbrach, um mit 30 Dollar in der Tasche nach New York zu ziehen. Oder an den Unternehmer Karl Rabeder, der sein Millionenvermögen veräußerte, um Bedürftigen in Lateinamerika mit Mikrokrediten zu unterstützen. Nicht weniger beeindruckend ist die Geschichte der Amerikanerin Susan Powter, die stolze 130 Pfund verlor und zu Amerikas Fitness-Ikone aufstieg. Wer vorhat, sein Leben radikal zu verändern, sollte sich bewusst machen, dass alles seinen Preis hat. Den gut bezahlten Job hinwerfen, um ein Jahr segeln zu gehen? Aus der langjährigen Ehe ausbrechen? Ins sonnige Palma de Mallorca ziehen? Nicht selten stranden Menschen bei der Suche nach einem besseren Leben, andere wiederum finden durchaus ihr Glück. „Ich war noch niemals in New York, ich war niemals auf Hawaii, niemals in San Francisco mit zeriss‘nen Jeans“, so der Refrain der ungestillten Sehnsüchte. Der Song von Udo Jürgens erzählt die Geschichte von jenen, die sich nach einem aufregenderem Leben sehnen, dann aber doch zurückkehren in ihr geordnetes Dasein. Das Lied wurde nicht ohne Grund zum Klassiker. 

 

Wenn das Schicksal zuschlägt

Das Leben ist nicht immer ein langer ruhiger Fluss, manchmal verwandelt es sich in reißende Strömung, auch wenn wir es nicht wollen. Der Tod eines geliebten Menschen, eine schwere Krankheit, eine Sucht oder der Verlust eines Arbeitsplatzes können uns ziemlich aus der Bahn werfen. 

Menschen, die diese Krisen gemeistert haben, berichten später oft, die schwierige Zeit habe sie innerlich gestärkt. Manche erfahren erst jetzt ihre eigene innere Stärke. 

Oft hilft der Dialog mit Menschen, die ähnliches erleben. Selbsthilfegruppen erleichtern den Austausch. Geteiltes Leid ist halbes Leid.

Das Internet ermöglicht  über Spezial-Foren den Kontakt mit Betroffenen oder Experten zum Thema. Das Themenspektrum reicht vom sexuellen Missbrauch über Alkoholismus bis hin zur Trauerverarbeitung.

Auch Bücher können neue Impulse geben. Die Regale der Buchhandlungen sind voll mit einem großes Spektrum an Ratgeber-Literatur.

 

 

Hat sich Ihr Leben schon einmal radikal verändert? Wie haben Sie Wendepunkte Ihres Lebens erlebt oder gemeistert? Wie sind Sie mit Schicksalschlägen umgegangen?

 

 

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