Schönheit & Ernährung

Bearbeitet von: Redaktion Erfahrungsschatz.net

 

Wahre Schönheit kommt von Innen. Was schon leicht abgedroschen klingt und sich eigentlich auf die inneren Werte des Menschen beziehen soll, hat noch einen weiteren Wahrheitsgehalt. Denn die Ernährung spielt bei der großen Frage Bin ich schön? eine entscheidende Rolle.

 

So ist doch bekannt, dass sich Ernährungssünden schnell auf Gesundheit und Aussehen auswirken. Zuviel Zucker beispielsweise macht sich nicht nur an den Hüften bemerkbar. Der übermäßige Genuss hat fatale Folgen für die Haut, da sich der Zucker an die kollagenen Fasern in den Hautzellen legt, diese miteinander verbindet und unelastisch macht. Die Hautfasern können auseinanderreißen und brechen, wodurch Falten entstehen. Forscher haben herausgefunden, dass Menschen, die häufig Fisch, Gemüse, Hülsenfrüchte und fettarme Milchprodukte essen, weniger Falten haben. Eine gesunde Ernährung verzögert die Faltenbildung und erhält die Spannkraft der Haut.


Viele Menschen träumen von straffer Haut, glänzendem Haar und schönen Fingernägeln. Um dem Aussehen etwas nachzuhelfen, sollten Sie sich allerdings nicht nur allein auf Cremes und Lotionen verlassen. „Auch bestimmte Lebensmittel enthalten Stoffe, die uns schöner machen“, sagt Hans Lauber, Autor des Buches „Schönkost“. Um diese Stoffe auf den eigenen Teller zu bekommen, müsse man nicht auf teure „Wellness-Gerichte“ aus dem Supermarkt zurückgreifen, sondern sich einfach mal im Obst- und Gemüseregal umschauen. Laut Lauber, der nach eigenen Angaben ein Jahr lang über schönheitsfördernde Stoffe im Essen recherchiert hat, ist unsere Nahrung einer der entscheidenden Schlüssel für gutes Aussehen. „Die Ernährung ist die Grundlage für Gesundheit und Schlankheit - und damit auch für die Schönheit“, betont der Autor.

Essen Sie sich schön & straff

Gesunde und ausgewogene Ernährung bedeutet nicht den Verzicht auf Genuss und Wohlgefühl - im Gegenteil. Schmecken doch die meisten „Schönmacher“ richtig gut und machen fit. Dieser  angenehme Nebeneffekt, wirkt sich positiv  auf Aussehen und Psyche aus. Mit Biostoffen, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen Enzymen und Bioflavonoiden können Falten, Altersflecken und etlichen Krankheiten der Kampf angesagt werden, ganz ohne Risiken und Nebenwirkungen. Viele Biostoffe haben einen positiven Effekt auf jede einzelne Zelle in unserem Körper. US-Forscher fanden heraus, dass es regelrechte „Jungmacher“ unter den Biostoffen gibt: Die Aminosäuren Prolin, Lysin und Glyzin beispielsweise, die der Stoffwechsel braucht, um junges Bindegewebe aufbauen zu können. Sie sind besonders reichhaltig in Milch, Käse, Fisch, Geflügel, Rindfleisch, Lamm und Hülsenfrüchten enthalten.
Führt man dem Körper diese Aminosäuren in Verbindung mit Zink und Vitamin C zu, soll die Kollagen- Produktion der Haut positiv beeinflusst werden. Innerhalb von 60 bis 90 Tagen kann so der Hautzustand wesentlich verbessert werden.

Jeden Tag ein Müsli aus gemahlenem Getreide, viermal am Tag Obst wie Zitrusfrüchte und Kiwis und Eiweiß aus Sojaprodukten, Fleisch, Fisch und Geflügel – das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn Ihre Haut wird strahlend schön.

 

Jungbrunnen: Vitamine & Co

Als wahre Jungbrunnen können Vitamine und Flavonoide Ihnen zu schöner Haut und glänzendem gesunden Haar verhelfen. Und dabei müssen Sie nicht auf Genuss verzichten. Denn Grüner Tee, und Rotwein enthalten  beispielsweise wichtige Flavonoide. Sie können also mit gutem Gewissen ein Glas Rotwein genießen. Vitamine halten nicht nur den Körper in Form, sondern auch Haut, Haare und Nägel.

 

Retinol (Vitamin A):

Gilt als das Schönheitsvitamin, denn es wirkt sich positiv auf Haut, Haare, Nägel, Knochen, Zähne und Schleimhäute aus, stimuliert die Zellerneuerung und ist ein exzellenter Radikalfänger. Fehlt Vitamin A, wird die Haut trocken, schuppig und altert schneller, die Haare werden spröde, die Nägel brüchig. Die empfohlene Tagesdosis liegt zwischen 800 - 1.000 Mikrogramm. Vitamin A ist u.a. in grünem Blattgemüse, Karotten, Aprikosen, Milchprodukten und Tomaten vorhanden.

Biotin (Vitamin B):

Dieses Vitamin ist der Schönmacher für Haare und Nägel, da er für die Bildung von Keratin wichtig ist und sich positiv auf den Fettstoffwechsel auswirkt. Biotin-Mangel äußert sich mit brüchigen Nägeln, sprödem Haar, Schuppen und Hautentzündungen. Der schönmachende Effekt wird ab einer Tagesdosis von 2,5- 5 Milligramm nachgewiesen. Eine ausgewogene Ernährung mit  Vollkornprodukten, Avocados, Himbeeren, Tomaten, Steinpilzen und Champignons, Bierhefe, Kleie, Soja, Chicorée, Blumen- und Chinakohl sichert Ihnen einen ausgewogenen Biotin-Haushalt im Körper.

Niacin (Vitamin B 3):

Niacin ist gut für den Hautstoffwechsel, das Bindegewebe und die Zellenergie und wird deshalb oft auch in der Hautpflege eingesetzt. Braune Flecken, Verhornungsstörungen und Sonnenempfindlichkeit können bei einem Mangel auftreten. Niacin ist in Fisch, Geflügel, magerem Fleisch und Bierhefe enthalten. Die empfohlene Tagesdosis liegt zwischen 13-20 Milligramm täglich.

Die B-Vitamine sind für die Zellerneuerung von Haut, Haaren und Nägeln sowie für den Stoffwechsel der Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette wichtig.

Vitamin C:

Der Beauty-Booster unter den Vitaminen gilt als hervorragendes Antioxidant. Es steuert den Aufbau des Bindegewebes, regt die Bildung des natürlichen Feuchthaltefaktors Hyaluronsäure an und wird für die Aufnahme von Eisen und Folsäure gebraucht. Eine schlechte Wundheilung und unreine Haut können Anzeichen für einen Mangel sein. Viel Vitamin C ist in Himbeeren, Zitrusfrüchten, Paprikaschoten, Kiwis, Sanddorn, Kohlrabi, Brokkoli, Petersilie und Rosenkohl enthalten.

Vitamin E:

Bekannt für seine positive Wirkung auf den Zellschutz, trägt Vitamin E zudem dazu bei, dass sich die Haut regeneriert und die Hautalterung hinausgezögert wird. Es gilt als die Nummer Eins unter den Radikalfängern. Bekommt der Körper zu wenig davon, ist eine vorzeitige Hautalterung die Folge. Empfohlen wird eine Tagesdosis von 15 Milligramm, die man mit kaltgepressten Pflanzenölen, Sonnenblumenkerne, Nüsse, Keime, Samen, Avocados und Getreide zu sich nehmen kann.

Flavonoide:

Flavonoide (lat. flavus: gelb) gehören zur Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe und sind u.a. als Pigmente im Zellsaft der Pflanzen vorhanden. Sie gelten als entzündungshemmend, stärken die Gefäße und sind wertvoll für den Schutz der Zellen gegen Freie Radikale. Flavonoide finden sich z.B. in Zitrusfrüchten, Äpfeln, Blaubeeren, Zwiebeln, roten Trauben sowie in Grünem Tee und Rotwein. Als Wirkstoff in Cremes können sie der Haut von außen zugeführt werden.

Polyphenole:

Diese zählen auch zu den sekundären Pflanzenstoffen. Die Polyphenole, die in verschiedener Form in Obst und Gemüsesorten vorkommen, wirken ebenfalls als Antioxidant, die den Körper bei entzündlichen Prozessen unterstützen und aggressive zellschädigende freie Radikale neutralisieren. Zu den Polyphenolen gehören einige Pflanzenfarbstoffe und auch Gerbstoffe. Besonders reichlich finden sich Polyphenole in roten Trauben und Granatäpfeln oder auch in Tee- und Gingko-Blättern.

Phythohormone:

Sekundäre Pflanzenstoffe, die Hormonen ähneln, heißen Phythohormone.
Phytohormone gehören ebenfalls zu den sekundären Pflanzenstoffen, die für die Gesundheit Bedeutung haben. Dank ihrer Ähnlichkeit mit menschlichen Hormonen können sie Begleiterscheinungen von hormonellen Umstellungen positiv beeinflussen. Beispielweise in den Wechseljahren und deren Auswirkungen auf Körper, Haut und Psyche. Ein hoher Gehalt an Phyto- Östrogenen findet sich in Produkten der Sojapflanze, Rhabarber oder  Silberkerze.

Mineralstoffe:

Der Körper kann keine Mineralstoffe produzieren, sondern versorgt sich mit diesen durch die Nahrung. Die Schönheitsforschung fand heraus, dass  diese nicht nur für die Funktionen des Organismus, sondern auch für die Hautpflege Mineralstoffe wertvoll sind. So wirkt z.B. Zink entzündungshemmend und fördert die Wundheilung, Silizium festigt das Bindegewebe, Kalzium soll straffend und feuchtigkeitsbindend wirken und Selen die Zellen vor freien Radikalen schützen. Wichtige Helfer sind auch Kupfer (z.B. in Algen) und pflanzliche Östrogene (z.B. in Soja). Sie regen die Neubildung von Kollagen an.

 

Wissenswertes

"Schönkost heißt die Beauty-Bibel von Hans Lauber mit vielen Infos über Lebensmittel, Ernährungsgewohnheiten und Diättypen. Dazu gute Tipps und reichlich Rezepte mit Menüvorschlägen, die schön, schlank und vital machen sollen" (Brigitte.de)

Das Lebensmittellexikon ist ein Nachschlagewerk im Internet mit über 8500 Begriffen zu alltäglichen und exotischen Lebensmitteln.

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