Protestbewegungen und Initiativen

Bearbeitet von: Redaktion Erfahrungsschatz

 

Am 17. September 2011 besetzten Demonstranten den Zuccotti Park an der Wall Street in Manhattan, um gegen soziale Ungerechtigkeit, Gier und die verantwortungslose Spekulation der Banken zu demonstrieren.

 

Occupy und arabischer Frühling

Die Occupy (to occupy = besetzen)-Bewegung war geboren. Schnell schwappte die Welle über den großen Ozean nach Europa. Seitdem zelten Occupy-Anhänger vor den Finanzzentralen der Metropolen,  um ihren Protest gegen ein System der Ungerechtigkeit auszudrücken. Die Wortführer erklären ihr Anliegen in Talkshows und Artikeln und stoßen auf eine große Anerkennung in der Bevölkerung.

Inspiriert wurde die Bewegung auch durch den arabischen Frühling. Ende 2010 ging das tunesische Volk auf die Straße, um gegen den Diktator Ben Ali zu demonstrieren. Ali flüchtete ins Exil. Nun begann auch in Ägypten, Libyen, Syrien und Jemen die friedliche Auflehnung gegen die jeweiligen Despoten des Landes. Vor allem auch die sozialen Medien entfachten ein Feuer des Protest. Die Revolutionäre nutzten Facebook und Co, um sich zu organisieren und die Bilder des Widerstands zu verbreiten.

Filmbeiträge zum Thema

ZDF.de: Gewählt und nun – Tunesien sucht seinen Weg

Deutsche Welle: Loay Mudhoon: "Soziale Medien sind der Brandbeschleuniger der arabischen Revolution"

 

Atomkraft – nein Danke!

 In den Siebzigern und Achtigern sah man ihn überall – den gelben Sonnensmiley mit der Atomkraft? Nein-Danke–Aufschrift. 2011 erlebte die Bewegung eine ungeahnte Renaissance. Auslöser war das Reaktorunglück in Fukushima. Inzwischen hat Deutschland sich für den Atomausstieg entschieden und gilt vielen Ländern als Vorreiter.

ZDF.de: was passiert während einer Kernschmelze?

Spiegel.de: Die Sonne ist überparteilich

 

Die Wutbürger

2010 trat ein neues Phänomen auf die Bühne der politisch Engagierten: Der „Wutbürger“.  Er demonstriert gegen Stuttgart 21, stellt sich  gegen Castortransporte oder bildet Menschenketten gegen Sparbeschlüsse. Kritiker werfen ihm allerdings vor, grundsätzlich „dagegen“ zu sein.

2010 wählte die deutsche Gesellschaft für Sprache "Wutbürger" zum Wort des Jahres". Das Wort dokumentiere ein großes Bedürfnis der Bürgerinnen und Bürger, über ihre Wahlentscheidung hinaus ein Mitspracherecht bei gesellschaftlich und politisch relevanten Projekten zu haben, so die Begründung.

Wikpedia:org: Wutbürger

duden.de: Wort und Unwort des Jahres

 

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