E-Books als Buchersatz?

Bearbeitet von: Redaktion Erfahrungsschatz.net

 

Heute können Sie Ihre gesamte Bibliothek in der Tasche tragen, schließlich gibt es E-Books. Doch die unterschiedlichen Datei-Formate und Vielzahl mobiler Abspielgeräte sind verwirrend, Begriffe wie iPad und Kindle sind in aller Munde. Auf welches elektronische Pferd Sie setzen können und welche Vorteile die digitale Form des Buches hat, lesen Sie bei Erfahrunggschatz:

 

Was ist ein E-Book?

Ein E-Book ist ein elektronisches Buch, also ein Buch in digitaler Form. Dabei wird versucht, die Anmutungen eines echten Buches nachzuempfinden, etwa das Aussehen in Seitenform oder eine Umblätterfunktion.

Hier ein Überblick der drei gängigsten Formate:
Im PDF-Format wird das E-Book in digitaler Form wie das gedruckte Buch angezeigt und ist dadurch optimal geeignet für die Nutzung am PC, Mac oder Laptop.
Das ePub-Format erlaubt eine dynamische Anpassung des Textes an die jeweilige Bildschirmgröße des Lesegeräts und ist damit insbesondere für mobile E-Book-Reader geeignet.
Ein Mobile-PDF ist ein PDF, das ebenfalls für die Display-Größe der mobilen E-Book-Reader optimiert ist.

 

Brauche ich einen E-Book-Reader?

Um ein E-Book lesen zu können, benötigen Sie in jedem Fall einen Computer oder ein spezielles mobiles Endgerät. Und selbst wenn Sie Bücher nur auf Ihrem normalen PC lesen möchten, benötigen Sie ein entsprechendes Programm. Um ein PDF öffnen zu können, brauchen Sie den Adobe Reader, oder besser noch die Adobe Digital Editons. Beides lässt sich kostenlos herunterladen.

Tipp: Bestellen Sie Ihr erstes E-Book bei einem großen und renommierten Anbieter (z.B. Weltbild). Dort wird Ihnen das gewünschte Programm zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt und Sie können sicher sein, dass Sie sich keine Viren einfangen.

Ein E-Book-Reader ist ein spezielles mobiles Endgerät, welches für E-Books optimiert ist. 300 unterschiedliche Modelle sind erhältlich, durch die Presse geht momentan besonders das Gerät Kindle von Amazon. In den USA seit Jahren am Markt, ist es nun auch in Deutschland erhältlich und zeichnet sich dadurch aus, dass es klein, leicht und kostengünstig ist. Allerdings ist die Benutzerführung hier bisher nur auf Englisch erhältlich.

Manche E-Book-Reader verfügen zusätzlich über eine Musikfunktion, sodass Sie neben Ihrer Bibliothek auch Ihre Musiksammlung immer bei sich führen könnten. Sie sollten sich aber nicht unbedingt für die kostengünstigsten Geräte entscheiden, denn diese haben oft eine schlechte Bildschirmqualität, sodass Sie beispielsweise im Sonnenschein kaum lesen können. Achten Sie auch auf einen Graustufen- oder Farbmodus, im reinen Schwarz-Weiß-Modus wird der Lesekomfort geschwächt, da kaum Kontraste eingestellt bzw. verändert werden können.

 

i-Pads und Smartphones als Lesegeräte

Darüber hinaus ist es möglich, moderne Mobiltelefone bzw. Smartphones als Lesegeräte zu verwenden. Der Lesekomfort wird allerdings durch die geringe Bildschirmgröße eingeschränkt und die meist geringere Akkulaufzeit ist ebenfalls ein Nachteil.

Auch das iPad ist ein beliebtes Lesegerät für E-Books, mit dem man zusätzlich im Internet surfen, Video-Telefonieren und Musik hören kann. Diese Technik hat natürlich ihren Preis! Hier ist besonders die Touchscreen-Oberfläche hervorzuheben, auf der Sie Seiten durch Schieben mit dem Finger umblättern können.

 

Die Online-Leihbücherei

Eine kostengünstige Möglichkeit, E-Books zu lesen, ohne diese allerdings archivieren zu können, bieten Online-Bibliotheken. Hier können Sie nur lesen, wenn Sie online sind, zahlen dafür aber deutlich weniger als beim Kauf eines E-Books.

 

Wie sind die Kosten im Vergleich zum echten gedruckten Buch?

Meistens ist die digitale Ausgabe eines Buches zwischen 10 und 20% günstiger als die gedruckte Papierversion. Aber Achtung: Interessiert Sie das Buch auch wirklich? Haben Sie es nicht vielleicht schon  im Schrank stehen?

 

Darf ich meine E-Books kopieren und weitergeben?

Eine unautorisierte Verbreitung ist ausdrücklich verboten und die Verlage schützen sich mit unterschiedlichen Methoden vor ihr. Manche E-Books sind auf ein einziges digitales Endgerät festgelegt und lassen sich aus diesem nicht herauskopieren, andere enthalten eine unsichtbare digitale Signatur, mit der eine Kopie immer auf den Käufer (also Sie) zurück verfolgt werden kann. Sie können und dürfen also ein E-Book nicht mal eben so verleihen, wie Sie es mit einem Buch tun könnten.

 

Was ist der Vorteil eines E-Books?

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Ihre ganze Bibliothek ist immer sofort verfügbar. Im Urlaub, bei einer Zugfahrt, im Café. Je nach Endgerät ist es möglich, digitale Lesezeichen zu setzen und persönliche Kommentare zu ergänzen. Über eine Suchfunktion finden Sie Begriffe und Themen viel schneller, als in einem echten Buch.

Neue Bücher sind zudem sofort verfügbar, der Download dauert nur wenige Sekunden. E-Books sind günstiger als die Printausgaben, nutzen sich nicht ab, benötigen keinen Platz und sind problemlos zu transportieren.

 

Was spricht für das gute alte Buch?

Für viele Menschen gibt es doch nach wie vor nichts Schöneres, als ein echtes Buch in den Händen zu halten. Es darf Eselsohren bekommen und mit an den Strand (denn wer möchte schon Sand in seinem teuren E-Book-Reader haben…). Geruch und Haptik können auch noch nicht digital dargestellt werden. Sie müssen sich beim guten alten Buch auf keinen Akku und keine Technik verlassen und können viele Stunden lang lesen. Es ist ein kleiner Ausflug in die gute alte Zeit…

 

Haben Sie Erfahrungen mit der neuen Form des Lesens? Stirbt das gute alte Buch bald aus? Was gefällt Ihnen an E-Books?

 

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